Sprecherziehung

Variatio delectat – Abwechslung erfreut:

Marcus Fabius Quintilianus,
Ausbildung des Redners („Institutiones Oratoriae“),
Auszüge aus Buch XI 3, 42-46 (Herausgegeben und übersetzt von Helmut Rahn, Darmstadt, 3. Auflage, 1995);
gelesen von Lavinia Keinath.

Monotonie (Eintönigkeit) galt schon Quintilian und der ganzen Rhetoriktradition seit der Antike als unbedingt zu vermeidender Eindruck beim Redevortrag, ja beim Sprechen allgemein. Unabhängig von der gewünschten Versiertheit im Umgang mit rhetorischen Stilmitteln sind es immer auch sprecherische und stimmliche Ausdrucks- und Gestaltungskriterien, die eine entscheidende Rolle für die Wirksamkeit und damit auch für die Verständlichkeit des Sprechaktes spielen. Und für alle diese Aspekte gilt der rhetorische Grundsatz: Abwechslung erfreut und erhöht die Aufmerksamkeit.

Zu meinen Angeboten für Sprechbildung und sprecherische bzw. sprechkünstlerische Textgestaltung gehören u.a. Übungen zu Atem und Stimme, Artikulation und Intonation, Resonanz und (körperlicher) Präsenz.

Ich nutze sowohl im Einzel- als auch im Gruppenunterricht u.a. gerne Videoanalysen. Meine Sprecherziehungsmodule biete ich je nach Absprache entweder in gemeinsamer Vor-Ort-Präsenz oder Online an.   

Zur Zeit arbeite ich insbesondere mit zwei Zielgruppen: Zum einen nehme ich mehrere Lehraufträge für Studierende unterschiedlichster Disziplinen an verschiedenen Hochschulen wahr (Hochschule Karlsruhe – University of Applied Sciences, Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg, Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart). Und zum anderen wirke ich regelmäßig in der PrädikantInnen- und VikarInnen- bzw. PfarrerInnenfortbildung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg mit. Zu meinen Angeboten im kirchlichen Dienst gehören auch Schulungen für Lektorinnen und Lektoren (Liturgisches Lesen).

Marcus Fabius Quintilianus, Pultwangenbüste im Chorgestühl des Ulmer Münsters,
von Jörg Syrlin, um 1470.

(Foto und Bildbearbeitung: Marcus Keinath)